Corona against climate change

CORONA against climate change

Der Virus infiziert nicht nur, er inspiriert uns auch

Ich telefoniere viel im Moment, rufe meine Eltern und Großeltern an und meine Freunde. Das Telefon als Brücke zu all jenen die wir nicht besuchen können. Und unser Sohn spielt mit Opa Schach übers Telefon. Insgesamt ist das, was wir in diesen Zeiten erleben, noch nie dagewesen und keiner von uns weiß wie diese Geschichte ausgehen wird. Das ist alles sehr frustrierend und auch furchterregend. Und während die einen von uns zu Hause sitzen, arbeiten sich andere für uns die Hände wund – auch sehr frustrierend. Ich wünsche mir jeden Tag, das alles wäre nie geschehen!

Und doch entdecke ich im Netz auch viele schöne Berichte über das, was die Corona-Krise bei dem Einzelnen bewirkt. Von Entschleunigung ist da die Rede, einem neuen Gemeinschaftsgefühl, Solidarität und guter Nachbarschaft – man hilft sich gegenseitig. Die Familie rückt in den Mittelpunkt und entdeckt sich gerade neu. Schon lange aufgeschobene Projekte werden in Angriff genommen und mit viel Kreativität die Zeit intensiv erlebt und genutzt. Keine Frage, wenn wir das hier überstanden haben wird nichts mehr sein wie es war. Zu hoffen bleibt, das es uns achtsamer macht und rücksichtsvoller und uns wieder zu dem führt, was wirklich WERTvoll ist für uns.

Und was hat das alles mit dem Klimawandel zu tun?

Es lässt sich ja schon vermuten. In vielen Lebensbereichen steht die Welt zur Zeit einfach still. Gleichzeitig findet eine Renaturierung in unglaublichem Tempo statt. Venedig ist ein schönes Beispiel: Bilder werden gepostet von glasklaren Kanälen in denen die Fische zu sehen sind. Wildtiere erobern sich längst verlorene Schauplätze zurück. Der Himmel ist klar, keine Flugzeuge weit und breit. Auf den Straßen sind nur noch wenige Autos unterwegs. Und aus dem Weltraum heraus kann man erkennen, dass sich der Smog zurückbildet. Die Luftqualität steigt messbar an und die Stickstoffdioxid-Emissionen in der Luft reduzieren sich laut Erhebungen der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) bereits jetzt deutlich.

Fakt ist, dass sich der Verkehr in der Luft, auf der Straße und dem Wasser stark reduziert hat. Wir können davon ausgehen, dass diese Entwicklung sicher ein halbes Jahr anhält. Zeit genug, um Klimaforschern handfeste Daten in die Hände zu spielen. Was jetzt passiert ist ein Geschenk an all jene, die daran glauben, dass mit den richtigen Zielen und Maßnahmen der Klimawandel verlangsamt oder auch gestoppt werden kann. Die Ergebnisse aus dieser Zeit der Corona-Krise helfen um zu beweisen, dass sich die Natur sehr schnell erholen kann und auch will.

Nachhaltige Veränderungen durch die Corona-Krise

Wenn wir das hier überstanden haben hat sich das Prinzip homeoffice hoffentlich soweit etabliert, dass dieses Modell auch in Zukunft weiter intensiv genutzt wird. Auch die Dienstreisen und Konferenzen werden danach sicher nicht mehr die gleiche Intensität erreichen wenn sich bis dahin gezeigt hat, dass virtuelle Meetings mit der selben Qualität zu führen sind und dazu erhebliche Kosten einsparen. Zusammen mit den Erkenntnissen aus dieser Zeit, welchen Effekt dies auf das Klima hatte bleibt zu hoffen, dass es genug Schlagkraft hat um politisch zu werden und Veränderung zu bewirken.

Nutzen wir die Chance um aus der Krise in eine neu geordnete und veränderte Gesellschaft zu starten und größere Ziele zu erreichen. Für das Klima und die Welt in der wir leben. Für diejenigen die Hilfe und Unterstützung brauchen, vor allem im medizinschen Bereich sowie der Pflege und Begleitung. Und für unsere eigenen persönlichen Werte in Bezug auf das was wirklich wichtig ist. So oder so, die „natürlichen“ Veränderungen die im Moment stattfinden kann uns keiner mehr nehmen, es ist ein Geschenk, es ist Zeit!

1 Kommentar zu “CORONA against climate change

  1. Pingback: CORONA as a Chance - WERTstoff.blog

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