HUSTENsaft selber machen

Mit Honig, Zwiebeln und Thymian

Aus gegebenem Anlass (die Kinder haben sich fürchterlich erkältet) habe ich seit langem mal wieder einen Hustensaft angesetzt. Das ist sooo einfach und sooo wirksam, dass ich gar nicht mehr auf die Idee komme, dafür einen Hustensaft aus der Apotheke zu kaufen. Im Grunde braucht es dafür auch nur zwei Zutaten: Eine Zwiebel und Honig! Den Thymian kann man wahlweise noch zugeben wenn man ihn gerade zur Hand hat, aber ohne geht’s auch.

Die Wirkungsweise ist einfach erklärt:

Zwiebeln haben eine antioxidative, antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Ihre ätherischen Öle wirken zudem schleimlösend. Ich liebe die Zwiebel als Heilmittel für verschiedene Beschwerden. Als Zwiebelsäckchen auf dem Ohr bei einer Mittelohrentzündung, auf Insektenstiche aufgelegt zum abschwellen, als Wickel auf der Brust bei Erkältungen und aufgeschnitten am Bett für die Nacht oder eben als Saft bei Halsschmerzen und Husten.

Honig hat ebenfalls heilende Eigenschaften. Er wirkt antibakteriell, antimykotisch und antioxidativ – ähnlich wie die Zwiebel. Somit sind Honig und Zwiebeln die perfekte Kombination gegen alle entzündlichen Erkrankungen im Rachenraum. Übrigens: Honig allein kann auch sehr gut bei leichten Verbennungen und Schürfwunden eingesetzt werden. Durch seine antibakterielle und wundheilende Wirkung beschleunigt er den Heilungsprozess.

Thymian, der dritte im Bunde hat – wer hätte es gedacht – ebenfalls antibiotische, entzündungshemmende und schleimlösende Eigenschaften. Bekannt ist sicher der Hustentee aus getrocknetem Thymian, aber auch frischer Thymian eignet sich für einen Aufguss mit kochendem Wasser hervorragend. Im Hustensaft entfaltet er seine Wirkung genausogut denn die ätherischen Öle ziehen in den Zwiebelhonigsaft.

Und so geht’s

Gebraucht wird 1 Zwiebel, Honig und wahlweise ein paar Stängel frischen Thymians – ach ja, und ein kleines Einmachglas

So wendest du den Hustensaft an

Der Ansatz sollte für 24 Stunden durchziehen. Der Saft löst sich in dieser Zeit aus der Zwiebel und vermischt sich mit dem Honig. Auch die ätherischen Öle des Thymians ziehen in den Saft. Nach dieser Zeit kann der Saft abgefiltert werden. Das geht am Besten mit einem kleinen Sieb, der die festen Stoffe auffängt. Dann kann man auch alles mit dem Löffel noch ein wenig im Sieb ausdrücken. Danach bewahrst du den Hustensaft im Kühlschrank auf. Durch die antibakteriellen Wirkstoffe bleibt der Saft über längere Zeit stabil. Ich setze trotzdem immer nur kleine Mengen frisch an. Dafür lasse ich die Zwiebelstücke und den Thymian aber im Glas und löffle den Saft einfach so heraus. Das kannst du nach Belieben machen – so oder so ist er sehr wirksam.

Tipp und Vorsicht

Es gibt immer mal wieder Unverträglichkeiten mit Honig und auch Säuglinge und Kinder unter einem Jahr sollten noch keinen Honig verzehren, da sich in sehr seltenen Fällen durch den Honig ein Säuglingsbotulismus entwickeln kann. Das kann sogar lebensbedrohlich enden denn im Honig können sich Sporen des Bakteriums Clostridium befinden. Diese Sporen können dann im Darm auskeimen und giftig wirken. Die Darmflora eines Säuglings ist noch nicht so gut entwickelt, dass sie sich gegen diese Bakterien erfolgreich wehren kann. Lähmungen der Atem- und Schluckmuskulatur können die Folge sein.

Der Honig kann in diesen Fällen einfach durch Zucker ersetzt werden. Die Zubereitung ist dieselbe. Die kleingeschnittenen Zwiebeln werden dann einfach großzügig mit Zucker bedeckt und der Zwiebelsaft verbindet sich dann mit dem Zucker zu einem Sirup.

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