Badebomben

BADEBOMBEN selber machen

Eine plastikfreie Alternative als Gastgeschenk für den Kindergeburtstag

Für den letzten Kindergeburtstag habe ich als plastikfreies Gastgeschenk für die Kinder Badebomben selbstgemacht. Diese Badebomben sprudeln schön und die Zutaten hat man eigentlich schon alle zu Hause oder sind leicht zu besorgen. Verpackt habe ich sie in selbstgenähten Seifensäckchen aus alten Stoffwindeln. Diese Stoffwindeln haben schon für manches hergehalten, wie zum Beispiel auch für die Küchentücher. Sie sind aber generell ein tolles Mitbringsel und Geschenk – nicht nur für die Kleinen.

Das brauchst du für die Badebomben

Die Zutaten für deine selbstgemachten Badebomben
Natron, Speisestärke, Zitronensäure, Kakaobutter, Kokosöl, Lebensmittelfarbe und ätherisches Öl

Was ist also drin in den Badebomben? Im Grunde braucht es nur Natron, Zitronensäure, Speisestärke und ein Fett oder Öl. Fett deswegen, weil dieses von Grund auf bei Zimmertemperatur mehr oder weniger fest ist. Dafür eignet sich also Sheabutter, Kakaobutter oder auch Kokosöl. Das Natron sorgt für den sprudelnden Effekt und da Natron basisch ist braucht es die Zitronensäure um den ph-Wert auszugleichen. Die Speisestärke bindet und das Fett gibt dem ganzen den nötigen Halt. Mit etwas Lebensmittelfarbe und ätherischen Ölen kannst du sie nach deinen eigenen Vorstellungen und Wünschen gestalten.

Diese Badebomben habe ich mit Kakaobutter und Kokosöl gemacht. Natron habe ich immer zu Hause und die Zitronensäure schon seit Langem. Ein größeres Gebinde aus der Apotheke in meinem Fall, weil ich sie ebenfalls als Reinigungsmittel brauche aber Zitronensäure gibt es auch in der Drogerie. Typischerweise wird sie als Entkalker eingesetzt und ist in diesem Bereich zu finden. Wer sie in Lebensmittelqualität möchte schaut einfach bei den Backzutaten. Da findest du meist auch das Natron. Die Kakaobutter habe ich ebenfalls in größeren Mengen zu Hause weil ich damit Cremes herstelle. Kakaobutter habe ich aber auch schon bei den Backzutaten und im veganen Bereich im Supermarkt entdeckt. Ich denke Kokosöl kennt mittlerweile jeder und das gibt’s auch überall, genauso die Lebensmittelfarben.

Zutaten

  • 200gr Natron
  • 100gr Zitronensäure
  • 50g Speisestärke
  • 15g Kakaobutter
  • 10g Kokosöl
  • ätherisches Öl nach Geschmack
Und so geht’s
Badebomben - so fängst du an
Die Zutaten

Alle trockenen Zutaten – also Natron, Zitronensäure und Speisestärke – werden zusammengemischt. Vorsicht mit der Zitronensäure beim einschütten denn der Staub kann reizen wenn man ihn einatmet. Die Kakaobutter und das Kokosöl schmelzen, so dass es schön flüssig aber nicht zu heiß ist.

Der Teig für die Badebomben – wie im Sandkasten

Badebomben - der Teig
Der Teig für die Badebomben sollte die Konsistenz von feuchtem Sand haben

Das geschmolzene Fett und eventuell Farbe und Duftöl nun zu den trockenen Zutaten geben und mit einer Gabel oder besser mit der Hand verkneten. Wenn du andere Fette verwendest dann solltest du vielleicht nicht gleich die gesamte Menge an Fett hineingeben sondern erst mal schauen wie der Teig wird. Als Richtschnur denkst du einfach an den feuchten Sand, den du eine Schaufel tief im Sandkasten findest. Der ist gerade so das er noch bröselt aber man kann damit gut in Förmchen arbeiten und genauso sollte auch der Teig für die Badebomben sein. Wenn du eine Handvoll davon mit der Hand zusammenpresst dann soll sie die Form behalten und nicht wieder auseinanderfallen. Auf dem Bild oben siehst du, dass ich so eine Menge mit der Hand geformt habe.

Die Form – ich habe Eierbecher genommen

Den Teig für die Badebomben in Form bringen
Den Teig für die Badebomben in Form bringen

Jetzt heißt es, das ganze in Form bringen. Es gibt solche Formen für Badebomben schon fwertig zu kaufen aber ich habe Eierbecher genommen, das ging für mich gut genug. Was ich selbst nicht probiert habe aber was ich mir vorstellen könnte das es auch gut funktioniert sind Ausstechförmchen zum Plätzchenbacken. Vermutlich solltest du Formen wählen die nicht zu viele Einschnitte und spitze Winkel haben – ein Herz geht sicher immer oder ein Rund oder Mond. Das Förmchen dann einfach auf der Arbeitsfläche liegend befüllen und die Masse fest eindrücken. Mit den Eierbechern läuft es ähnlich. Beide Hälften gut überfüllen und dann fest zusammendrücken. Ich habe sie dabei noch leicht gegeneinander gedreht um sie auch wieder öffnen zu können ohne das die Kugel in der Mitte gleich wieder zerreist. So löste sich zumindest eine Hälfte wie von selbst. Die Kugel habe ich dann mit sanften Schlägen mit dem Löffel auf die Rückseite des Eierbechers ganz herausbekommen.

Badelinse statt Badebombe

Beim ersten Versuch mit den Badebomben hatte ich den Teig etwas zu trocken und es partout nicht geschafft die beiden Hälften miteinander zu verbinden. Da habe ich einfach „Badelinsen“ gemacht, das war auch okay. Wenn es also nicht beim ersten Mal auf Anhieb klappt dann mach‘ das Beste draus ;o)

Fast fertig – die Badebomben müssen noch trocknen

Leider sind die Badebomben kein ganz kurzfristiges Geschenk denn sie müssen erst noch ein wenig durchtrocknen. Das heißt, sie brauchen noch ein bis zwei Tage in der Kühle, Treppenhaus oder Keller reicht, ich denke der Kühlschrank ist zu feucht. Dann sind sie wirklich stabil und fallen nicht auseinander. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der sprudelnde Effekt dauert einen Moment, das Badewasser färbt sich leicht. Wenn du auch Kakaobutter benutzt hast duftet es herrlich schokoladig – pur oder eben in Komposition mit deinem gewählten Duft. Die Haut wird schön gefettet und es braucht kein eincremen nach dem baden. Lediglich die Wanne hat einen öligen Film, der muss leider rausgeputzt werden aber ansonsten ist es wirklich ein schönes Geschenk und leicht nachzumachen. Viel Spass dabei ;o)

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